Erfahrungsbericht mit Clever Change

Ein Gespräch mit Friederike Boehling, NILES Aus- und Weiterbildung gGmbH.

Lesen Sie hier ein Interview zum Erfahrungsbericht mit Clever Change mit der Workshopleiterin Friederike Boehling und Verena Czerny. Der Clever Change Assistent ist ein online Trainings- und Beratungsprogramm, mit dem die Firma NILES eine Innovation für Ihr Geschäftsmodell entwickelt hat.

Verena Czerny: Frau Boehling, Sie studieren Wirtschaftspädagogik im Bachelor-Studiengang an der Uni Rostock. Parallel arbeiten Sie für NILES, ein Berliner Unternehmen der Aus- und Weiterbildung. Da sind Sie ganz schön ausgelastet. Umso mehr freut es mich, dass Sie sich die Zeit nehmen für Ihren Erfahrungsbericht mit Clever Change. Vielen Dank!

Friederike Boehling: Das ist wirklich kein Problem. Ich berichte gerne von meinen Erfahrungen.

(Lesehinweis: Bei  Klick auf eine der Fragen unten, wird die Antwort eingeblendet.)

Vorbereitung

FB: Ich habe mich sehr über die große Verantwortung gefreut, die mir übertragen wurde. Anfangs war ich skeptisch, ob der Clever Change Assistent nicht zu unserem Unternehmen passen würde. Ich war mir unsicher, ob man die 55 Bausteine für Geschäftsmodelle auf uns und unsere besondere Situation anwenden kann. Im Workshop wurde aber ganz schnell klar, dass die vielen Beispiele für funktionierende Geschäftsmodelle aus anderen Branchen wirklich zu einem Umdenken bei uns führten. Ich kann jetzt also meine Bedenken revidieren: Wir haben viele gute Denkanstöße von den Bausteinen bekommen.

FB: Der Impuls zur Veränderung kam aus der Geschäftsführung. Die Aussage war: „Wir brauchen einen Richtungswechsel. Wir müssen schauen, wo die Probleme liegen“. Also habe ich die Probleme gesammelt und dabei drei Schwerpunkte gefunden. Aus diesen drei Schwerpunkten habe ich dann die Zielformulierung für den Clever Change Workshop abgeleitet. Die Ziele habe ich mit der Geschäftsführung abgestimmt.

FB: Ich habe etwa 5 x 1 1/2 Stunden für die Vorbereitung gebraucht. Die Hälfte der Zeit habe ich dafür verwendet, meinen Einstieg in die Moderation zu üben. Terminfindung, Ausdrucken, Technik bereitstellen und Raumvorbereitung habe ich in der restlichen Zeit gemacht. Der Clever Change Assistent war dabei eine super Unterstützung.

FB: Wir haben 9 Mitarbeiter zum Workshop eingeladen. Meine Rolle war die der Workshop-Leiterin. Aber ich habe auch inhaltlich mitgearbeitet. Also waren wir quasi 10 Teilnehmer.

Einige Teilnehmer waren offen und neugierig, es gab jedoch auch Skeptiker. Sie waren irritiert, warum kein externer Berater den Workshop mit uns durchführt. Zusätzlich war es für sie schwer vorstellbar, geeignete und innovative Ideen zu finden.

FB: Im Laufe des Workshops haben sich die Bedenken gelegt. Die Teilnehmer waren begeistert von den Ideen, die durch die 55 Bausteine entstanden. Es war zudem hilfreich, dass die Ideenfindung so strukturiert ablief.

Für mich war es besonders positiv, den Teamgeist und einen großen Zusammenhalt innerhalb der Gruppe zu beobachten.

Für den Workshop habe ich von den Mitarbeitern nur gutes Feedback bekommen! Das hat wirklich Spaß gemacht.

FB: Der Clever Change Assistent hat mir in der Vorbereitung und in der Durchführung des Workshops geholfen. Ich musste mir für die inhaltliche Gestaltung der Workshoptage nichts selber ausdenken. Alle Materialien, der Ablauf und die Methoden sind im Clever Change Assistenten super vorbereitet. Ich war daher nur für die Organisation zuständig. Das war eine absolute Erleichterung!

In der Durchführung waren vor allem die Vortrags-Videos sehr hilfreich. So musste ich den Vortrag nicht selbst einüben.

FB: Das war gar kein Problem. Die Orientierung war einfach und die Ladezeiten von den Videos angenehm schnell. Die Anleitungsvideos hatten eine gute Länge. Super war auch, dass ich die Sprechertexte downloaden und ausdrucken konnte. Inhaltlich habe ich keine Aspekte vermisst.

Durchführung

FB: Die Teams haben mit sehr viel Engagement gearbeitet. Ich hätte nie gedacht, dass wir so unglaublich viele Ideen finden würden. Wir sind dann dazu übergegangen mehrere Ideen auf einem Flipchart aufzuschreiben. Um einige Ideen gab es auch heiße Diskussionen. Nach dem 3. Vortrags-Video sprudelten die Ideen dann nicht mehr so, da einige Gedankengänge sich mit den vorherigen Durchgängen doppelten.

Die Stimmung der Teilnehmer war euphorisch. Alle stehen hinter einer Veränderung und möchten die Ideen realisieren. Das war ein beeindruckendes Erlebnis für mich.

FB: Einmal war die Atmosphäre angespannt, als eine Idee sehr kontrovers diskutiert wurde. Wir haben dann eine Pause eingelegt und konnten danach mit neuen Gedanken weiterarbeiten.

FB: Die Krisenintervention haben wir nicht gebraucht. Ich hätte sie auch wirklich nur im Notfall angewendet, wenn ein normales Schlichten nicht funktioniert hätte.

FB: Naja, bei der Ideenfindung hätten sich die Teilnehmer vielleicht gehemmt gefühlt. Im Nachhinein betrachtet wäre es toll gewesen, wenn der Geschäftsführer bei der Abschlussdiskussion dazu gekommen wäre. Sein Feedback zu den Top-Ideen wäre bestimmt hilfreich gewesen. Aber wer weiß, vielleicht hätte uns sein Kommen zur Abschlussdiskussion vorab zu sehr unter Ergebnisdruck gesetzt.

FB: Die Vortragsvideos hatte ich mir vorher heruntergeladen, weil wir im Seminarraum keinen Internetzugang hatten. Die Vorführung hat gut funktioniert. Wir haben die Filme auf die Wand projiziert. Die meisten Teilnehmer haben ihre Ideen gleich im Skript notiert.

Am Vortragsende gab es eine kurze Zusammenfassung, die wir jedoch nicht gebraucht hätten, da die 55 Bausteine verständlich und anschaulich erklärt wurden. Die Leitfragen haben sehr geholfen, weil damit der Bezug zur Zielstellung immer wieder klar wurde. So lief man nicht Gefahr in die falsche Richtung abzudriften.

FB: Das ging eigentlich sehr gut! Über einige Innovationen mussten die Teilnehmer genauer nachdenken, da sie sich nicht auf Dienstleistungen sondern auf Produkte bezogen. Jedoch konnte bei vielen der Bausteine eine Brücke zu unserem Unternehmen geschlagen werden.

FB: Wir haben nur die Pausenzeiten an unseren üblichen Geschäftsablauf angepasst. Durch die vielen Ideen und auch die Dopplungen, habe ich am Ende zwei Bewertungsrunden gemacht. Nach der ersten Bewertungsrunde haben wir die besten Ideen neu aufgeschrieben, dadurch wurde es übersichtlicher. Erst dann haben sich die Teilnehmer ihren Favoriten zugeordnet. Die Bewertung der Ideen mit den Geldscheinen war lustig und hat Spaß gemacht.

Wir sind mit dem Zeitplan gut hingekommen. Die 1 ½ Stunden Zeit für die Ideensammlung nach den Videos haben wir wirklich gebraucht. Dafür gingen unsere Präsentationen etwas flotter.

FB: Das hat alles gut geklappt. Vor allem die Spickzettel-Flyer waren für die Teilnehmer sehr hilfreich. So gab es keine Rückfragen, wie sie ihre Ideen aufschreiben sollten.

Ergebnisse

FB: Nach jeder der 3 Ideenfindungsrunden hatten wir etwa 15 teilweise ähnliche Ideen notiert. Das waren sehr vielseitige Ideen aus den verschiedensten Bereichen.

Am zweiten Tag haben wir die besten Ideen dem Realitäts-Check unterzogen und priorisiert. Bei den Teilnehmern kam sehr gut an, dass sie Ihre persönlichen Favoriten bewerten konnten.

Das Ergebnis sind jetzt 4 Ideen, die dem Geschäftsführer vorgestellt werden. Alle 4 Ideen haben den Realitäts-Check bestanden und haben die volle Rückendeckung vom Team.

FB: Ich dachte, es gäbe am Ende eine Top-Idee. Stattdessen haben wir jetzt vier ganz unterschiedliche Ideen, welche jedoch auch miteinander kombiniert werden können.

FB: Zu zwei Bausteinen sind komplett neue Ideen entstanden, von denen ich vorher nie gehört hatte. Aber es wurden auch Ideen aufgegriffen und weiterentwickelt, die schon vor dem Workshop im Raum standen.

Umsetzung

FB: Wir warten jetzt auf den nächsten Schritt, nämlich die Freigabe für die Umsetzung durch die Geschäftsleitung. Bevor es zur Umsetzung kommt, müssen die Ideen noch einmal gut durchdacht und ausgebaut werden. Das erfordert Zeit und Durchhaltevermögen.

FB: Die Mitarbeiter stehen absolut hinter den Ideen. Ich denke das ist schon eine optimale Voraussetzung. Dadurch dass jeder der Teilnehmer seine eigenen Ideen eingebracht hat, liegt einem die Umsetzung besonders am Herzen.

FB: Es gab wirklich nur gutes Feedback. Und wir hatten an den beiden Tagen jede Menge Spaß, obwohl wir so intensiv gearbeitet haben.

FB: Ja. Ich würde den CCA weiterempfehlen! Der Workshop war ein positives Erlebnis. Wir haben sehr gute Teamarbeit geleistet. Ich bin wirklich positiv überrascht wie gut alles funktioniert hat.

VC: Das freut mich sehr! Ich drücke Ihnen die Daumen für die Umsetzung und danke Ihnen für Ihren Erfahrungsbericht mit Clever Change!

FB: Sehr gerne.